Schnarchen in den Wechseljahren
Wenn das nächtliche Sägen nicht vom Partner kommt
Schnarchen – das ist doch eigentlich die Domäne von Männern, oder nicht? Aber das kann man so pauschal nicht sagen! Kaum kommen die Wechseljahre, fängt es nämlich plötzlich nachts auch auf der eigenen Seite des Bettes an zu sägen und man veranstaltet als Frau selbst ein kleines Schnarchkonzert. Wer hätte schon gedacht, dass mit den Wechseljahren nicht nur Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen Einzug halten, sondern auch die nächtliche Geräuschkulisse eine weitere Ebene bekommt? Tatsächlich ist das kein seltenes Phänomen und es gibt wissenschaftliche Gründe dafür.
Wie viele Frauen schnarchen eigentlich – und wie verändert sich das in den Wechseljahren?
Schnarchen ist bei Frauen gar nicht so selten, wie oft angenommen wird: Je nach Studie schnarchen ungefähr 8 bis 25 Prozent aller Frauen regelmäßig. Mit zunehmendem Alter steigt dieser Anteil jedoch deutlich: In und nach den Wechseljahren (also ab etwa 45 Jahren) sind es schon etwa 40 bis 45 Prozent der Frauen, die regelmäßig Schnarchgeräusche von sich geben. Damit betrifft Schnarchen fast jede zweite Frau in dieser Lebensphase!
Warum schnarchen Frauen in den Wechseljahren häufiger?
Das Schnarchen entsteht durch Schwingungen von Gewebe im oberen Atemweg, vor allem im Gaumen und Rachen. Dies passiert, wenn sich die Muskeln während des Schlafs entspannen und die Atemwege dadurch verengt werden. Die Luft strömt an diesem schlaffen Gewebe vorbei und bringt dieses zum Vibrieren – das bekannte „Röcheln“ oder „Schnarchen“.
Mit Beginn der Wechseljahre verändern sich die Hormonspiegel deutlich: Insbesondere sinkt der Östrogenspiegel ab. Östrogen spielt eine wichtige Rolle für die Spannkraft des Gewebes im Körper, auch im Rachenraum. Ein hoher Östrogenspiegel unterstützt die Muskulatur und verhindert, dass das Gewebe im Schlaf zu sehr erschlafft. Wenn der Östrogenspiegel fällt, sinkt auch die Konzentration des Neurotransmitters Serotonin, der die Muskeltätigkeit steuert. Die Folge ist, dass das Gewebe im Rachen schlaffer wird und sich leichter verengt – dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit zu schnarchen.
Auch Progesteron, ein weiteres Hormon, das in den Wechseljahren abnimmt, wirkt stimulierend auf die Atmung und trägt zur Spannung der Atemwegsmuskulatur bei. Ein Rückgang kann somit ebenfalls das Schnarchen begünstigen.
Weitere Faktoren, die das Schnarchen verstärken
Neben den hormonellen Veränderungen spielen weitere Faktoren eine Rolle:
- Gewichtszunahme: In den Wechseljahren verändert sich der Fettstoffwechsel, oft kommt es zu einer Gewichtszunahme, die auch den Halsbereich betrifft. Fettablagerungen können die Atemwege verengen.
- Muskelentspannung im Alter: Mit zunehmendem Alter lässt die Muskelspannung generell nach, was das Schnarchen verstärken kann.
- Lebensstil: Alkohol, Schlafmittel und ungünstige Schlafpositionen erschlaffen die Muskeln zusätzlich und fördern das Schnarchen.
Was kann frau gegen das Schnarchen tun?
Zum Glück gibt es einfache und wirksame Maßnahmen, um das Schnarchen zu reduzieren:
- Gewicht kontrollieren: Eine gesunde Ernährung und Bewegung helfen, das Gewicht zu halten oder zu reduzieren, was die Atemwege entlastet.
- Schlafposition ändern: Die Seitenlage ist oft günstiger als die Rückenlage, um die Zunge und das Gewebe im Rachen nicht zusätzlich die Atemwege blockieren zu lassen.
- Alkohol und Schlafmittel vermeiden: Diese erhöhen die Entspannung der Muskeln und können das Schnarchen verstärken.
- Nasale Hygiene: Nasensprays mit Meersalz oder Nasenspülungen können Schleim lösen und die Nasenatmung erleichtern.
- Phytoöstrogene einbauen: Lebensmittel wie Soja, Linsen, Leinsamen und Gemüse könnten durch pflanzliche Östrogene helfen, den Hormonhaushalt etwas auszugleichen.
- Ärztliche Beratung: Bei starkem Schnarchen oder Atemaussetzern sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen, um eine Schlafapnoe auszuschließen oder zu behandeln.
Fazit
Schnarchen in den Wechseljahren ist sozusagen ein Nebeneffekt des großen hormonellen Umbaus. Aber zum Glück gibt es Möglichkeiten, die nächtliche Geräuschkulisse positiv zu beeinflussen. Wer die eigenen Gewohnheiten ein wenig anpasst, regelmäßig auf sich achtet und sich bei Bedarf Unterstützung holt, muss sich vom Schnarchen keinesfalls den Schlaf rauben lassen.
Denken Sie daran: Sie sind mit diesem Thema keineswegs allein – viele Frauen erleben in dieser Lebensphase ähnliche Veränderungen. Offenheit, ein gewisses Maß an Humor und Austausch mit Ihrem Umfeld können dabei helfen, das Schnarchen nicht als Makel zu sehen, sondern als das, was es ist: Eine Begleiterscheinung der Wechseljahre.
Sollten Sie trotz aller Maßnahmen weiter unter starkem Schnarchen oder sogar Atemaussetzern leiden, zögern Sie nicht, sich ärztlichen Rat zu holen. Professionelle Hilfe kann entscheidend sein, um Ihre Schlafqualität nachhaltig zu verbessern und gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen.
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Die empfohlenen Verzehrsmengen von Nahrungsergänzungsmitteln dürfen nicht überschritten werden.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
HENNIG ARZNEIMITTEL





